Stefan BECKER • Gisela DESUKI • Martin ECKRICH • Klaus FRESENIUS (Gast) • Karin GERMEYER-KIHM • Reinhard HARZ • Gerdi KÖNIG • Susanne LORENZ • Thomas MANN • Hanna NEUHAUS • Regina REIM • Matthias SCHÖNER • Horst STEIER • Magdalena TRIMBORN • Christine WEINMÜLLER • Günter ZINK
Eröffnung Freitag, 6. Nov. 2026, 19 Uhr
Weitere Events im Rahmen des Ausstellungsprojekts:
Nachdem nach einer gemeinsamen Fahrt zu Museumsbesuchen in Baden-Baden innerhalb einer Gruppe des Speyrer Künstlerbunds die Idee aufkam zu einer Ausstellung rund um den Bereich von Drehung als Thema, führte dies zu einer solchen Vielfalt an Ideen, dass man sehr schnell merkte daß das Künstlerhaus nicht ausreichen werde. Deshalb kam der Gedanke auf nach der eventuellen Möglichkeit einen zweiten Standort bespielen zu können. Dankenswerter Weise hat sich ergeben, dass der Kunstverein seine Räumlichkeit für eine gemeinsame Ausstellungsfläche zur Verfügung stellt, so dass die Ausstellung zugleich an zwei Orten stattfindet.
Ein Brainstorming der Künstlerbundmitglieder führte schließlich dazu, sich auf den Titel der Ausstellung zu einigen. Dieser heißt kurz und bündig: 360°. 360 Grad ermöglicht Künstlern aller Sparten und Techniken sich verwirklichen zu können sowohl auf der Fläche als auch im Raum, aber auch Bewegung und Drehung einzubauen, sowie ein sich zudem vollendendes Ganzes zu bilden, dessen Ende sich mit dem Anfang vereint.
Der Kreis ist die einfachste und vollkommenste Form auf der Fläche überhaupt und ist ringsherum immer gleichbleibend. Die Kugel verlangt in alle Richtungen gleichbleibend konstant das Einhalten von 360 Grad. Die Erde unser Lebensraum ist auch eine Kugel und dreht sich zudem auch selbst um 360 Grad, und ebenso auch noch mal um die Sonne.
Vieles im menschlichen Leben dreht sich um 360°. Etwa die Uhr und viele Teile von Maschinen, wie Zahnräder und Keilriemen. Auch Eisläufer drehen sich bei Figuren und Sprüngen um 360° ebenso wie Tänzer, wobei das bis ins Extrem gehen kann, wie bei den Derwischen aus Konya, die sich in Trance stundenlang im Kreis drehen.
Aber auch das Hamsterrad in dem sich manche Menschen empfinden dreht sich wie auch das Karusell und das Riesenrad im Kreis. Und selbst Gedanken können um sich selbst kreisen.
Man darf gespannt darauf sein wie unterschiedlich die Speyrer Künstler mit dem Thema umgehen und was für künstlerische Ideen und Lösungen sie für dieses vielfältige Thema haben.
Rückblick Stipendium 2026
Filmporträt von Michael Lauter©2026
Werkschau Yuliia Didevych „ROTE ERDE“
Vernissage am 15. August, 19:00,
Einführung Prof. Dr. Alexander Schubert
Danach geöffnet 16.,17., und 18. von 15-20 Uhr
Rote Erde ist kein konkreter Ort auf einer Landkarte. Sie kann die von der Sonne verbrannte Erde der Krim sein oder der lehmreiche Boden Transkarpatiens. Sie ist das Land, in dem unsere Vorfahren geboren wurden, oder das Land, das wir verlassen mussten und das dennoch in uns weiterlebt. Rot hat in diesen Arbeiten keine eindeutige Bedeutung. Es ist die Farbe von Hitze und Reife, von Leben und Blut, von Liebe und Verlust. Es ist die Farbe der Erinnerung, die von Generation zu Generation weitergegeben wird, und des Gefühls der Zugehörigkeit zu einem Ort – selbst dann, wenn man weit von ihm entfernt ist. Die Vögel in meinen Bildern sind mehr als nur Teil einer Landschaft. Sie sind Träger der Erinnerung. Sie verbinden Erde und Himmel, Vergangenheit und Gegenwart, Mensch und Natur. Sie bleiben, sie beobachten, und sie kehren zurück – selbst dann, wenn Menschen ihre Wege ändern oder verlassen müssen.
Stipendiatin 2026 Yuliia Didevych aus der Ukraine
Stipendiatin Yuliia Didevych (Zweite von re.) beim Empfang durch die Stadt Speyer mit Bürgermeister Prof. Dr. Alexander Schubert, Hanna Neuhaus (re.) und Reinhard Harz (lks.) vom Künstlerbund Speyer
Mit Yuliia Didevych begrüßt der Künstlerbund Speyer in diesem Sommer eine ukrainische Künstlerin als neue Stipendiatin des Internationalen Stipendiums Künstlerhaus Speyer.
Yuliia Didevych verfügt über eine fundierte akademische Ausbildung. An der Nationalen Akademie der Bildenden Künste und Architektur in Kyjiw schloss sie ihr Studium mit einem Master in Malerei ab. Sie ist Mitglied des Nationalen Künstlerverbands der Ukraine.
Im Mittelpunkt ihres künstlerischen Schaffens steht die menschliche Figur. Dabei beschäftigt sie sich mit inneren Empfindungen, kultureller Identität und der symbolischen Beziehung zwischen Mensch und Tier. Ihre Gemälde verbinden die Tradition akademischer Malerei mit einer freien, offenen künstlerischen Suche. Intensive Farben, ein ausdrucksstarker Pinselduktus und eine besondere psychologische Tiefe prägen ihre Arbeiten. Yuliia Didevych arbeitet vorwiegend mit Öl- und Acrylfarben.
Das Internationale Stipendium Künstlerhaus Speyer besitzt eine lange Tradition. Seit 1987 lädt der Künstlerbund Speyer internationale Künstlerinnen und Künstler zu einem dreimonatigen Arbeitsaufenthalt in die Domstadt ein. Das von der Stadt Speyer finanzierte und vom Künstlerbund organisierte Stipendium bietet den Kunstschaffenden Raum und Zeit, neue Arbeiten zu entwickeln, Speyer und seine Kulturlandschaft kennenzulernen und mit den hier lebenden Künstlerinnen und Künstlern in einen persönlichen Austausch zu treten.
Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte waren Gäste aus zahlreichen Ländern und aus den Speyerer Partnerstädten im Künstlerhaus zu Gast. So ist das Stipendium zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens in Speyer und zu einem lebendigen Zeichen für internationale Begegnung, künstlerischen Dialog und grenzüberschreitende Verständigung geworden.
Der Künstlerbund Speyer heißt Yuliia Didevych herzlich willkommen und freut sich auf die Begegnungen mit ihr und auf die Arbeiten, die während ihres Aufenthalts im Künstlerhaus entstehen werden.
Die Figuren meiner Arbeiten – Frauen, Pfauen, Wildgänse und Hähne – erzählen keine konkreten Geschichten. Sie erscheinen als Sinnbilder, in denen sich persönliche und kollektive Erinnerung miteinander verweben. Mir geht es nicht darum, eindeutige Antworten zu geben, sondern einen Raum zu schaffen, in dem jede Betrachterin und jeder Betrachter eine eigene Verbindung zu dieser Erde finden kann. Besonders faszinieren mich Vögel, weil sie keine von Menschen gezogenen Grenzen kennen. Jahr für Jahr finden sie zu denselben Orten zurück – nicht mithilfe von Karten, sondern geleitet von einer inneren Erinnerung. Darin erkenne ich eine tiefe Verbindung zu den Themen Heimat und Zugehörigkeit. Vögel kennen keine Staatsgrenzen, und doch finden sie immer den Weg nach Hause. Vielleicht funktioniert Erinnerung genauso.








RÜCKBLICK
Film © Michael Lauter
Eröffnungsveranstaltung 3. Mai 2024.
Für die musikalische Umrahmung sorgten Claus Kiesselbach (Vibraphon) und Martin Simon (Kontrabass)
Künstlerführungen
jeweils Do 16., 30. Mai, sowie Do 13. Juni | 17:00
„Bordsteinschwalben“ Heidelberg
Sa 25. Mai, 18:00 Uhr
Performance „Im All-Eins“ von Martin J. Eckrich
Sa 8. Juni, 15:00 Uhr
Eintritt frei
Eröffnung Jubiläumsausstellung
Freitag 3. Mai 2024, 18 Uhr
Begrüßung Hansjörg Eger, Vorsitzender
Grußwort Monika Kabs, Bürgermeisterin
Einführung Dr. Matthias Nowack
Ausstellung vom 3.04. bis 24.06.2024
Während der Ausstellung präsentiert der Künstlerbund Speyer seinen Digitalen Katalog – eine Sammlung von Kurzvideos mit Künstlerpoträts zum 40-jährigen Bestehen der Vereinigung.























40 Jahre Künstlerbund Speyer in 12 Minuten
Die Speyerer Oberbürgermeisterin Stefan Seiler, Altbürgermeister Hanspeter Brohm, Prof. Peter Eichhorn, der ehemalige Kulturamtsleiter Dr. Matthias Nowack und die Vorsitzenden des Künstlerbundes, Magdalena Hochgesang und Andrea Niessen, blicken zurück und sprechen über Strategien für die Zukunft der Vereinigung.
Der Künstlerbund Speyer kann in diesem Jahr auf 40 Jahre zurückblicken. Aus diesem Anlass präsentieren sich die Mitglieder vom 3. Mai bis 24.Juni 2024 im Kulturhof Flachsgasse in einer Jubiläumsausstellung präsentieren.
Betrachtet man die Geschichte der Künstlervereinigungen, so stellt man schnell fest, dass eine solch lange Zeitspanne für einen Zusammenschluss kreativer Köpfe eher die Ausnahme darstellt; selbst große Künstlervereinigungen erreichten oft nicht das Erwachsenenalter. Vielleicht liegt es aber auch am besonderen Charakter der Stadt und ihrer Bewohner, die Kunst und Kultur einen besonderen Stellenwert einräumen und auch seit ihrer Gründung der Vereinigung mit Interesse und Unterstützungsbereitschaft begegnen.
Andererseits bereichert der Künstlerbund seit mehr als vier Jahrzehnten mit seinen Ausstellungen, künstlerischen Aktivitäten und Kunstprojekten das kulturelle Leben der Stadt. Dabei hat er nicht nur in etablierten Ausstellungsinstitutionen Werke präsentiert, sondern in der Stadt mehrfach Ausstellungen und Kunstprojekte an besonderen Orten organisiert, ob im historischen Wasserturm, in ehemaligen Kasernen und Fabriken, ehemaligen Kirchen und bürgerlichen Villen, immer hat es der Künstlerbund verstanden, ortsspezifisch und aktuell künstlerische Akzente zu setzen.
Auch über den lokalen Rahmen hinaus hat der Künstlerbund an vielen Orten ausgestellt, nicht nur im deutschen Raum, sondern auch in Dänemark, Russland, Frankreich, Italien und Israel.
Des Weiteren füllt der Künstlerbund das Künstlerhaus in der Großen Sämergasse mit Leben. Der Verein organisiert hier Ausstellungen eigener Mitglieder oder regionaler Kunstschaffenden und Künstlerverbände aus der weiteren Region. Zudem bekommt im Rahmen des Internationalen Stipendiums Künstlerhaus Speyer seit über 35 Jahren jeweils ein ausländischer Künstlerin Gelegenheit, die Sommermonate in der Domstadt zu arbeiten, finanziert von der Stadt Speyer und betreut von den Mitgliedern des Künstlerbundes. Künstler aus über 25 Nationen, darunter etliche Kunstschaffende aus den Speyerer Partnerstädten, kamen so im Laufe der Jahre nach Speyer und sorgten für einen regen Kulturaustausch.
Will man es auf den Punkt bringen, dann kann man sagen: Der Künstlerbund Speyer ist seit nunmehr 40 Jahren ein Aktivposten der Speyerer Kunstszene, zum Wohle der hier lebenden Künstler und der Stadt gleichermaßen.
Präsentation des Digitalen Katalogs in der Ausstellung im Kulturhof Flachsgasse auf einem Info-Terminal mit Touchscreen
Der Künstlerbund stellt aus Anlass des 40. Jubiläums mit einem Digitalen Katalog die einzelnen Mitglieder und ihre künstlerische Arbeit in kurzen Videos vor. Mit diesem innovativen Format geht der Künstlerbund nun neue Wege, mit der Absicht, sich einem jüngeren Publikum zu öffnen.
Die Filmclips werden nicht nur auf dieser Homepage und den Internetauftritten der Künstler zu sehen sein, sondern sollen auch über den Offenen Kanal, Social Media, YouTube, Facebook oder Instagram möglichst neue Zielgruppen erreichen.
PLAYLIST
8:49
6:50
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6:32
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SWR berichtet über den Künstlerbund
Die Ausstellung im Kulturhof Flachsgasse war für den SWR Anlass, über den Künstlerbund zu berichten. Die SWR- Reporterin Susanne Böhme sprach mit Magdalena Hochgesang, Martin Eckrich und Luisa Schmeißer. Das Interview wurde am 10. Juni in SWR Kultur gesendet.
Die besondere Beziehung ehemaliger Stipendiaten spiegelt sich auch in der nachfolgenden Videobotschaft von Yuanchang Tang aus Ningde / China.
Der Maler Yuanchang Tang aus Ningde, China, war in den Sommermonaten 2015 Stipendiat des Künstlerbunds Speyer. Der in der traditionellen chinesischen Malerei ausgebildete Künstler sah sich in dieser Zeit mit der vielfältigen europäischen Kunstszene konfrontiert und setzte sich mit ihr auseinander. Die künstlerischen Einflüsse finden immer wieder auch Niederschläge in seinem aktuellen Schaffen, wie auch nun Yuanchang Tangs große Ausstellung in der Kunsthalle Ningde Anfang 2024 zeigt.
Mit einer Videobotschaft bedankt er sich nun bei den Kollegen und Kolleginnen vom Künstlerbund Speyer und erneuert seine Einladung, ihn und seine Stadt zu besuchen.
Als musikalischen Geschenk übermittelte er für seine Freunde und Freundinnen in Speyer zudem ein Video-Konzert von Weijie Huang auf dem für China charakteristischen Musikinstrument Erhu.
Die Musikerin ist Yuanchang Tangs Nichte, das Video wurde von seiner Tochter Yanzhi produziert.
